Eine
Beurteilung des Wahnsinns
von Susanne!
Ich ging die letzten drei Wochen
sparsamer um mit den Informationen auf TG,
die in dicken Lettern, auffälligen Headlines
und emotional aufwühlenden Texten, Bildern
und Videos herein flossen.
Ich verringerte den Input, weil ich Erholung brauchte.
Mein Job ist es eh, den ganzen Tag schlimme Schicksale
und
anstrengende Phasen von Menschen zu begleiten.
Heute abend allerdings wieder einmal eine längere Zeit
durch die Nachrichten gescrollt.
Es quillt wie ein pechschwarzer,
übelriechender Strom zur Tür
herein..
Die Nachrichten überschlagen sich,
das Tempo hat extrem angezogen, die letzten Wochen.
Vieles liest und hört sich nach massiver Inszenierung an.
Unecht – Fake – künstliche Szenarien,
um die Leute vollkommen in mentale
und psychische Not zu bringen und in den Wahnsinn zu treiben.
Die Menschen schwimmen inzwischen wie herrenloses Treibgut
auf den Wellen der Zeit. Ohne Ziel, ohne Orientierung,
ohne Kraft.
Mich ekelt diese Performance in den Medien aller Art
einfach nur noch an.
Sie ist klebrig, bösartig, riecht nach Zersetzung und Kloake.
Aufgehübscht
wird es nur noch durch einen Bilderreigen kitschiger,
kunterbunter KI-Bildchen, die alle irgendwie gleich wirken
und vor allem „unecht“.
Das Wenigste fühlte sich noch lauter,
wahrhaftig und wertvoll an.
Wenige Menschen in den Medien oder auf Kanälen
wirken noch mittig, ruhend, stabil, aufrichtig
und vermitteln das Gefühl hier noch ankern zu können.
Heute abend, als ich das Scrollen abbrach,
verspürte ich das erste Mal große Übelkeit.
Heute abend bemerkte ich,
dass es nun Überlebens notwendig wird,
das rechte Maß zu erkennen und sich zu schützen
vor dem was in die Stirn, das Herz
und die Seele eindringen will, wie schwarzer Teer.
Es gilt Ausschau zu halten,
nach den wenigen Inseln
inmitten des stürmischen Wellengangs.
Es gibt sie.
Sie sind wie festes Land inmitten von Chaos.
Laut gedacht, von Eurer Susanne am 4.11.2026 ❤️
Euer ERFRIBENDER
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