!AUSWANDERN!
Warum wir
das
„gelobte Land“
verlassen haben!!!
Es ist nicht leicht den passenden Anfang zu finden,
da ich bereits ein stolzes Alter
von 80 Jahren erreicht habe!
Alles aufzulisten würde sicherlich
mehrere Bücher füllen,
derer ich auch schon Drei
verfasst habe!
Deshalb werde ich versuchen
hier eine Erklärung in Kurzform zu präsentieren!
Mein Alter habe ich bereits erwähnt
und um Euch das Rechnen zu ersparen,
kann ich auch mein Geburtsjahr mitteilen,
das
Jahr 1945.
Lassen wir mal die Kindheit außen vor,
nur so viel,
aufgewachsen im Ruhrgebiet
mit noch zwei Geschwistern, Brüder,
in einer Bergarbeiter-Familie,
in der Stadt
Wanne-Eickel.
Die Suche nach dieser Stadt kann ich Euch ersparen,
denn Sie gibt es nicht mehr
und trägt
den jetzt Namen Herne 2.
Kommen wir zum Jahr 1959,
mein Einstieg ins Berufsleben.
Auch hier kann ich Euch nur eine Kurzform zumuten.
Elektroinstallations-Lehre (abgebrochen),
Bäckerlehre, 10 Jahre als Bäcker tätig
in unterschiedlichen Betrieben (10),
auch zeitweise als Vorführbäcker für einen Backzutaten-Produzenten.
Mit Tätigkeiten z.B. in Berlin, im Cafe-Kranzer
und auch im KADEWE, also ein Nobel Kaufhaus.
Aber es gab auch noch die Familie und auch zwei Kinder.
Die Arbeitszeiten als Bäcker sind nicht wirklich familiengerecht.
Wenn die Normalbevölkerung ins Bett geht,
beginnt für den Bäcker der Arbeitstag!
Da wir beim Arbeitstag sind
möchte ich Diesen mal kurz beschreiben.
Es begann mit einer Sieben-Tage-Woche.
Arbeitszeiten von ca. 12 Stunden täglich,
ausgenommen der Sonntag,
da waren es
ca. 4 Stunden.
Unschwer zu erkennen dass diese Art der „Berufung“,
nicht wirklich familienfreundlich
war!
Also musste sich hier etwas ändern!
Mit guten Kontakten zu meinem Hausarzt,
konnte ich Ihn überreden,
mir ein chronisches Kreuzleiden zu diagnostizieren!
Dies Diagnose hatte auch Bestand
und hat mir eine Umschulung,
finanziert durch die
Rentenversicherung, ermöglicht!
Wir sind im Jahr 1974
und nach 18 Monaten hatte mich
die anfänglich angestrebte Elektro-Branche wieder!
Statt Bäcker war ich nun ein Informations-Elektroniker!
Aber der Name allein ist noch keine Beschäftigungsgarantie.
Ich musste bis Anfang 1977 warten,
den passenden Arbeitgeber zu finden.
Heißt im Klartext ich war 14
Monate arbeitslos.
Aber bei dem dann gefundenen Arbeitgeber
habe ich bis zum Rentenalter (2010) gearbeitet.
Angefangen
als Facharbeiter bis hin zum Meister und Fertigungsleiter.
Die Zeit bis zum Jahr 2010 lasse ich,
ohne die familiären Geschehnisse zu erwähnen,
mal so stehen,
denn Diese gibt es bereits in einem Buch,
„Ist DAS wirklich ALLES“
nachzuschlagen!
Mit dem Eintritt in den „Ruhestand“,
wollten wir den Lebensalltag genießen.
Somit waren
Veränderungen angesagt.
Seit dem Jahr 1968 (Heirat)
haben wir immer in Häusern (4) gelebt,
die natürlich
mit dementsprechender Arbeit
verbunden waren!
Wir entschlossen uns eine passende Landschaft auszusuchen
und uns auch
mit einer
Eigentumswohnung zufrieden zu geben!
Gesagt getan, wir wurden fündig!
Immenstadt im Oberallgäu,
eine
Wohnung im 8. Stock, 80m²
und einer traumhaften Aussicht auf die
Allgäuer Bergwelt.
Hier lebten wir bis zum Jahr 2017.
Wir haben nicht nur die Bergwelt genossen,
nein,
wir haben auch die Welt bereist
(14 Kreuzfahrten in Summe ein halbes Jahr auf
See).
Aber kommen wir endlich zum Thema Auswandern!
Unser Aufwachprozess begann im Jahr 2015.
Meiner, der meiner besseren Hälfte schon etwas früher.
Diese STASI-Mitarbeiterin,
die auch die Politik der BRD bestimmte,
hatte mit Ihrem Spruch,
Herzlich Willkommen und WIR schaffen DAS,
die Weichen für den Untergang
des „gelobten Landes“ gestellt!
Somit stand unser Entschluss fest,
in diesem Land,
das “beste Deutschland aller Zeiten“,
ist ein Leben,
nicht mehr lebenswert!!!
Im Herbst 2017
wollten wir uns mal die Thermalbäder in Ungarn anschauen,
speziell den
Thermalsee in Heviz!
Ungarn hatten wir,
obwohl fast die halbe Welt gesehen,
noch nie besucht.
In der Stadt Gyenesdias fanden wir eine Ferienwohnung
und eine freundliche, deutschsprechende Vermieterin,
mit der wir auch weiterhin,
bis zum heutigen
Zeitpunkt befreundet sind!
Die ursprüngliche Absicht,
uns die Thermalbäder anzuschauen, wurde schnell
abgehakt!
Das Land und die Einwohner haben uns begeistert
und aus dem Badeurlaub
wurde eine
Immobilienbesichtigungstour.
Im Oktober 2017 Haus gefunden, angezahlt,
Eigentumswohnung in Immenstadt verkauft
und im Januar 2018 Kaufvertrag unterschrieben.
Ende Januar 2018 eingezogen
und unseren Dauerwohnsitz nach Ungarn,
Cserszegtomaj
verlegt!
Hinzu kam im Jahr 2019
noch ein „Häuschen“ in
Zalaszentgrot, Csaford
und als endgültige Variante ein Haus in Gyenesdias.
Bleibt zu erwähnen,
dass wir nicht mehr alle drei Häuser besitzen,
sondern 2 Häuser natürlich verkauft haben.
Diese Käufer kamen aus Deutschland
und sind hier auch dauerhaft ansässig!
Außerdem verbindet uns, über den Kauf hinaus,
eine wirkliche Freundschaft!
Aber nun zu den Argumenten
warum es uns nach Ungarn getrieben hat!
Ich war 51 Jahre berufstätig, Alleinverdiener
und die erarbeitete Altersrente
mittelprächtig!
Bereits im Jahr 2010 gab es Gedanken
ob dieser Betrag auf Dauer ein normales Leben
ermöglicht!
Selbst die monatlichen Belastungen für eine Eigentumswohnung,
die allgemeinen Verbrauchskosten,
sowie den Unterhalt eines fahrbaren Untersatzes,
haben 50% der Rente verschlungen!
Natürlich musst man auch noch leben,
sprich Nahrung und
was sonst noch dazu gehört!
All DAS
bereits im Jahr 2010.
Ich möchte nicht auflisten welche Belastungen
es jetzt (2026) gibt
und Welche zukünftig
von unseren Volksverrätern noch dazu kommen!!!
In Ungarn sieht das ganze etwas anders aus.
Im Jahr 2017
konnten wir uns für den Verkauf der Eigentumswohnung (80m²)
ein Haus 240m² mit 1500m² Grundstück zulegen.
Auch blieb noch etwas Geld übrig,
welches wir in ein zweites Haus investierten!
Der Unterhalt dieser Eigentumswohnung im Oberallgäu
war monatlich höher,
als die Gesamtbelastung eines Jahres
für beide Häuser in Ungarn!
JA,
richtig gelesen
Belastung eines Jahres für beide Häuser
vergleichbar mit der monatlichen Belastung
dieser Eigentumswohnung!!!
Eine Anmerkung muss ich unterbringen,
die Preise für den Erwerb von Immobilien,
haben sich gegenüber denen im Jahr 2017 verdoppelt.
EU lässt grüßen!
Trotzdem
ist das Leben hier um ein vielfaches günstiger.
Als Rentner fahren sie kostenlos in allen öffentlichen Verkehrsmitteln,
egal ob Bus oder Bahn
und auch ausländische Einwohner genießen diese Vorzüge!
Als Autobesitzer zahle ich ein jährlich
Haftpflichtversicherung von umgerechnet 90,-€.
Die KFZ-Steuer beträgt ebenfalls c., 90,-€ im Jahr.
Im Gegensatz zu Deutschland
wird hier derzeit der Spritpreis gedeckelt,
der Preis liegt umgerechnet bei c., 1,50,-€ pro Liter
der Staat trägt die Mehrkosten!
In Deutschland nutzt der Staat die Preiserhöhung
um gleichzeitig höhere Steuereinnahmen zu sichern!
Denn der Anteil des Staates am Preis liegt bei über
60%.
Das soll es erstmal gewesen sein.
Möglicherweise werde ich in weiteren Beiträgen
dieses
Leben hier in Ungarn dokumentieren!
Ich sage
erstmal D A N K E an UNGARN!!!
Euer ERFRIBENDER



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