Die erste
Begegnung mit dem Meer
Was sagen uns die vier Bilder,
die ich am Strand geknipst habe?
Vorsichtig tastet sich die Kleine an das Wasser heran.
Ein großer Bruder lässt sich tragen,
als wäre er selbst noch klein.
Ein Vater hebt sein Kind dem Himmel entgegen,
damit dieser Augenblick für immer
festgehalten wird.
Eine Großmutter mit ihrem Enkel zwischen den Felsen
und zeigt ihm die Wunder
des Meeres.
Vier Szenen. Drei Generationen.
Ein gemeinsames Gefühl: Geborgenheit.
Das Meer ist für Kinder ein Abenteuer.
Für Eltern Verantwortung.
Für Großeltern Erinnerung.
Und für alle zusammen ein Geschenk,
das man nicht kaufen kann: gemeinsame Zeit.
Oder in einem Satz:
„Zwischen Wellen, Lachen und kleinen Händen entsteht das,
was später
Kindheitserinnerungen heißt.“
Das Leben
verstehen
Gedicht von Roland Betz
Wir möchten das Leben gern verstehen,
und es betrachten wie ein Fest.
Alles sollte nach unserem Wunsch geschehen,
wenn wir auf dem Lebensweg weitergehen,
und uns bescheren nur das Allerbest’.
Doch das Leben ist keine stille See,
oft hört man auch ein „Ach und Weh“.
Wenn die Stürme des Lebens heftig toben,
und Träume in die Ferne zieh’n,
dann heißt es: Durchhalten – und nicht flieh’n.
„Liebe in
Zeiten des Hasses“
von Florian Illies - dieses Buch lese ich gerade, mach eine Pause und lege es
am Strand ab.
Dann öffne ich im I-Phone den Newsletter von „epochtimes“ -
und, kaum zu
glauben,
es erscheint unter „Weisheit“ dieses Zitat:
„Im Feuer der Liebe wird der Hass der Herzen vergehen
wie das Wasser in der
Glut.“
Katharina von Siena (1347-1380), italienische Mystikerin und Kirchenlehrerin
Solche Momente faszinieren mich immer wieder.
Nicht unbedingt, weil darin etwas
Übernatürliches bewiesen wäre,
sondern weil sie zeigen, wie aufmerksam man
wird,
wenn ein Gedanke in uns arbeitet.
Das Buch „Liebe in Zeiten des Hasses“,
ist ein Buch, das sich mit Liebe,
Menschlichkeit und Hoffnung
in einer von Krisen und Spannungen
geprägten Zeit
beschäftigt (1930iger Jahre).
Gleichzeitig begegnet mir ein Zitat von Katharina von Siena,
das genau
denselben Kern berührt:
„Im Feuer der Liebe wird der Hass der Herzen vergehen
wie das Wasser in der
Glut.“
Man könnte das als Zufall betrachten.
Man könnte aber auch sagen:
Das Leben hat
manchmal die wunderbare Eigenschaft,
uns einen Gedanken gleich mehrfach vor
Augen zu führen,
wenn wir gerade bereit sind, ihn aufzunehmen.
Inhaltlich ergänzen sich Buch und Zitat bemerkenswert:
Florian Illies beschreibt Menschen,
die selbst in schwierigen und oft
hasserfüllten Zeiten
an Liebe, Kunst und Menschlichkeit festhalten.
Leider
gelingt es nur selten.
Katharina von Siena formuliert denselben Gedanken
in einer spirituellen
Sprache:
Liebe besitzt eine verwandelnde Kraft,
die Hass nicht bekämpft, sondern
auflöst.
Vielleicht liegt die eigentliche Botschaft
nicht im Zufall des
Zusammentreffens,
sondern in der Aktualität des Themas.
Gerade heute erleben
wir eine Welt voller Polarisierung,
Streit und Verhärtung.
Da wirkt die Begegnung von Buch und Zitat
fast wie eine Erinnerung:
Hass erzeugt neuen Hass.
Liebe, Verständnis und Menschlichkeit
können ihn
überwinden.
Im Stil meines ZEITFENSTER Magazins
und mit meinem Blick auf die Welt,
interpretiere ich dieses Erlebnis zusammenfassend so:
“Manchmal legt das Leben
zwei Gedanken nebeneinander auf unseren Tisch.
Das
Buch erzählt von der Liebe
in einer Zeit des Hasses.
Der Newsletter schenkt wenige Augenblicke später die passende Weisheit dazu.
Zufall? Vielleicht.
Vielleicht aber auch ein kleines Zeitfenster,
durch das uns eine wichtige
Wahrheit entgegenblickt.
Liebe Grüße vom Meer 🌊
Ihr Roland Betz
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Euer ERFRIBENDER