Übersicht
Ukraine, [12.12.2024 18:03]
Teil 1
Viele
Deutsche sehen ihr Land gerne als weltweit führend im Kampf gegen den
Klimawandel. Obwohl Deutschland nur für 1,5 Prozent der vom Menschen
verursachten CO2-Emissionen
(https://de.statista.com/infografik/23383/anteil-der-laender-an-den-weltweiten-co2-emissionen/#:~:text=Den%20gr%C3%B6%C3%9Ften%20Anteil%20an%20den,die%20H%C3%A4lfte%20der%20weltweiten%20Emissionen)
weltweit verantwortlich ist, argumentierten
die Befürworter des Klimaschutzes, dass Deutschland als Vorbild für andere
Nationen dienen könnte. Diese selbsternannten "Retter der Welt"
glaubten, wenn Deutschland den Weg vorgibt, würden andere bald folgen.
Doch nun
scheint es, als sei Deutschland eher ein Gegenmodell als ein Vorbild geworden.
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland verschlechtert sich von Monat zu Monat.
Das Wachstum ist niedriger als in fast allen anderen OECD-Ländern.
(https://www.oecd.org/en/publications/oecd-economic-outlook-interim-report-september-2024_1517c196-en.html)
Die BASF,
einst das größte Chemieunternehmen der Welt, baut Tausende von Arbeitsplätzen
in Deutschland ab und verlagert Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden
Euro nach China. Der größte deutsche Stahlhersteller, ThyssenKrupp, kündigte
letzte Woche Pläne zum Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen
(https://www.bild.de/politik/inland/thyssenkrupp-krise-zwei-milliarden-steuergeld-aber-11-000-jobs-weg-6744650d8ff2e41fd229939e)
an. Das Unternehmen hatte zwei Milliarden Euro
an Subventionen erhalten, unter der Bedingung, dass es auf die Produktion von
"grünem Stahl" unter Verwendung von Wasserstoff umsteigt, was völlig
unwirtschaftlich ist. Sowohl BASF als auch ThyssenKrupp begründeten ihre
Entscheidungen mit den exorbitanten Energiepreisen in Deutschland und der
überbordenden Bürokratie.
Die Zahl
der Unternehmen, die Insolvenz anmelden, hat deutlich zugenommen. Die aktuelle
Quote liegt 66 Prozent über dem Durchschnitt
(https://www.wiwo.de/unternehmen/it/insolvenzen-aktuell-die-bedeutendsten-insolvenzen-des-jahres-2024-/30017266.html)
des Monats Oktober in den Jahren 2016 bis
2019, also vor der COVID-19-Pandemie.
Laut
einer Studie von EY wollen immer weniger ausländische Unternehmen in
Deutschland investieren. Die Zahl der Neu- und Erweiterungsinvestitionen
ausländischer Direktinvestitionen (FDI) in Deutschland ist im Vergleich zum
Vorjahr um 12 Prozent zurückgegangen. Dies ist der sechste Rückgang in Folge
und der niedrigste Stand der Investitionstätigkeit seit 2013.
EY
identifizierte die deutsche Energiepolitik als ein wesentliches
Abschreckungsmittel für industrielle Investoren. Die Kombination aus einem
rezessiven Umfeld, hohen Energiepreisen und Unsicherheiten bei der
Energieversorgung werden als Schlüsselfaktoren hervorgehoben, zusammen mit
hohen Arbeitskosten und bürokratischen Komplikationen, die ausländische
Investoren weiter abschrecken.
(https://www.rnd.de/wirtschaft/sorge-um-deutschlands-wirtschaft-oecd-stellt-schlechtes-zeugnis-aus-4GCCFWHSDZEO7M3TLCYGUSXU6Y.html#:~:text=Die%20Zahl%20der%20Projekte%20f%C3%BCr,der%20niedrigste%20Stand%20seit%20201
Die
Schätzungen der Gesamtkosten der deutschen Energiewende schwanken zwischen 1,8
Billionen Euro (ifo Institut)
(https://www.ifo.de/pressemitteilung/2024-05-15/europaeische-kooperation-kann-kosten-des-klimaschutzes-bis-2050-um-248#:~:text=Eine%20gemeinsame%20Energie%2D%20und%20Klimapolitik,Vorteil%20von%2066%20Milliarden%20Eurohttps://)
und 6 Billionen Euro (McKinsey)
(http://www.handelsblatt.com/technik/thespark/nachhaltigkeit-der-umbau-zur-klimaneutralen-wirtschaft-kostet-deutschland-sechs-billionen-euro/27596596.html)
. Doch
die indirekten Kosten sind noch höher. Ein zentraler Bestandteil der deutschen
und europäischen Klimapolitik ist die "Mobilitätswende", die einen
verpflichtenden Umstieg auf Elektromobilität beinhaltet. Die EU hat die
Zulassung von Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2035 verboten. Das hat die
deutsche Autoindustrie in eine schwere Krise gestürzt. Volkswagen hat
angekündigt, Zehntausende von Mitarbeitern zu entlassen und mehrere Werke in
Deutschland zu schließen. Auch große Automobilzulieferer wie ZF, Continental
und Bosch
(https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/personalabbau-brose-zf-continental-diese-autozulieferer-bauen-personal-ab/30039914.html)
haben Zehntausende von Entlassungen
angekündigt.
🖥 Zu Teil 2
🇩🇪📉 Deutschland ist ein Wirtschaftsmodell
dafür, was man nicht tun sollte - Teil 2
Die
deutsche Automobilindustrie, einst eine weltweit führende Branche, zu dem die
ganze Welt mit Bewunderung aufschaute, ist zu einem hoffnungslosen Fall
geworden. Das Herz der deutschen Wirtschaft ist ins Stottern geraten.
Auch der
Wohnungsbau in Deutschland ist dramatisch eingebrochen. Auf der einen Seite
steigt die Zahl der Einwanderer, die nach Deutschland kommen, auf der anderen
Seite werden immer weniger neue Wohnungen gebaut. Es gibt 20.000
Bauvorschriften und unzählige Regeln
(https://zia-deutschland.de/wp-content/uploads/2021/04/ZIA_Positionspapier_Wohnungswirtschaftliche_Fakten.pdf)
, die das
Bauen "klimafreundlicher" und viel zu teuer gemacht haben.
Die
Ursachen für die derzeitige wirtschaftliche Misere in Deutschland gehen auf die
Regierung von Angela Merkel zurück, nicht auf die kürzlich zusammengebrochene
Regierung von Olaf Scholz. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland war nicht
wegen, sondern trotz ihrer Politik gut. Sie profitierte von den Marktreformen
und Steuersenkungen ihres Vorgängers Gerhard Schröder. Merkel hat es in ihrer
Amtszeit nicht nur versäumt, neue Reformen einzuleiten, sondern stattdessen
bestehende Probleme, insbesondere im Bereich der Energiepolitik, verschärft.
Wie bereits vor fünf Jahren an dieser Stelle festgestellt wurde, ist die
deutsche Energiepolitik die dümmste Energiepolitik der Welt.
(https://www.wsj.com/articles/worlds-dumbest-energy-policy-11548807424)
Der Kampf
gegen den Klimawandel wird oft als oberstes Ziel unserer Zeit genannt, als das
eine übergeordnete Thema, das alle politischen Entscheidungen leiten sollte.
Die Entscheidung Deutschlands, seine Kernkraftwerke abzuschalten, hat jedoch
dazu geführt, dass das Land auf importierten Atomstrom und Strom aus
Kohlekraftwerken in Übersee angewiesen ist. Und trotz des Verbots von Fracking
im Inland importiert Deutschland weiterhin durch Fracking gewonnenes LNG-Gas
aus den Vereinigten Staaten. Eine irrationale Politik, die voller Widersprüche
steckt.
Ist
Deutschland wenigstens Weltmeister im Klimaschutz? Nein, Deutschland belegt
zwar einen respektablen dritten Platz im Environmental Performance Index
(https://epi.yale.edu/measure/2024/PCC)
, aber
ausgerechnet in der Kategorie Klimaschutz nur den siebten Platz (Großbritannien
liegt auf Platz fünf).
Deutschland
wollte nicht nur in der Klimapolitik, sondern auch in der Migrations- und
Sozialpolitik Weltmeister werden. Doch die Kombination aus großzügigen
Sozialleistungen und offenen Grenzen hat nicht funktioniert.
Heute
haben 64 Prozent der Sozialhilfeempfänger, die das sogenannte Bürgergeld
beziehen, einen Migrationshintergrund. Das Sozialsystem ist überlastet
(https://www.focus.de/politik/bericht-63-5-prozent-der-buergergeld-bezieher-einen-migrationshintergrund_8f7046a8-cb22-465a-b4f0-e1bd25035aed.html)
, die
Kriminalität steigt drastisch.
Statt,
wie von vielen deutschen Politikern erhofft, in der Klima- und
Migrationspolitik ein Vorbild für den Rest der Welt zu sein, ist Deutschland
nun zu einem abschreckenden Beispiel geworden. Einmal mehr ist das Modell der
Planwirtschaft gescheitert: In einer Marktwirtschaft entscheiden die
Unternehmen und letztlich die Verbraucher, was produziert wird. In der
Planwirtschaft hingegen entscheiden Politiker, die glauben, es besser zu wissen
als Millionen von Unternehmern und Verbrauchern. In dieser Hinsicht kann der
Rest der Welt etwas von Deutschland lernen, nämlich eine Lektion, was man nicht
tun sollte.
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