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DEUTSCHLANDS
SPEDITIONEN
IN DER
INSOLVENZKRISE –
WAS PASSIERT,
WENN UNSERE VERSORGER
REIHENWEISE
AUFGEBEN?
Während die USA bereits mit erheblichen
Problemen durch insolvente Speditionen und explodierende Dieselkosten kämpfen,
steht auch das deutsche Transportgewerbe massiv unter Druck. Und hier kommt das
Dieselproblem zu Belastungen hinzu, die den Unternehmen schon seit Jahren das
Leben schwer machen.
💶 Die CO₂-Komponente der Lkw-Maut, hohe
Personal- und Energiekosten, Fahrermangel und die Schwierigkeit,
Kostensteigerungen vollständig an die Auftraggeber weiterzugeben, setzen
insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen unter Druck.
🔽 Die Entwicklung bei den Speditionen ist
deutlich: 2023 wurden 95 Insolvenzanträge registriert, 2024 waren es rund 140
und 2025 bereits 171. Innerhalb von nur zwei Jahren entspricht das einem
Anstieg von rund 80 Prozent. Insgesamt kamen in diesen drei Jahren etwa 406
Insolvenzanträge zusammen.
⚠️ Im gesamten Bereich „Verkehr und
Lagerei“ wurden 2025 sogar 1.005 Insolvenzanträge gezählt. Mit 133 Insolvenzen
je 10.000 Unternehmen lag die Branche bei der Insolvenzquote besonders weit
oben.
🔥 Und jetzt verschärfen hohe Dieselpreise
die Lage zusätzlich. BGL-Vorstandssprecher Dirk Engelhardt bezeichnete die
Situation bereits im April 2026 als „im Moment katastrophal“ und warnte vor
weiter steigenden Insolvenzen – insbesondere bei kleinen und mittleren
Betrieben.
👷 Gleichzeitig fehlen nach Angaben des
BGL rund 120.000 Lkw-Fahrer. Weniger Fahrer, höhere Löhne, teurer Kraftstoff,
Maut und zusätzliche Transformationskosten treffen damit auf Unternehmen, deren
Margen ohnehin unter Druck stehen.
❗️ Auch DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank
Huster spricht von einem „extremen Kostenzuwachs“. Hohe Tankkosten,
Personalkosten, die CO₂-Transformation und internationale Verwerfungen belasten
die Branche gleichzeitig.
📊 Wie schnell daraus ein Dominoeffekt
entstehen kann, zeigt eine Branchenbefragung: 70 Prozent der befragten
Unternehmen hatten bereits direkte oder indirekte Folgen der Insolvenz eines
anderen Unternehmens zu spüren bekommen. 47 Prozent berichteten über zunehmende
Zahlungsausfälle oder verspätete Zahlungen.
🚛 Was dabei gerne vergessen wird:
Speditionen transportieren nicht irgendwelche verzichtbaren Güter. Sie sind
eine der Lebensadern unserer Versorgung. Lebensmittel, Medikamente, Kleidung,
Ersatzteile und nahezu sämtliche Waren des täglichen Bedarfs müssen
transportiert werden.
🥖 Fällt ein Spediteur aus, übernimmt
zunächst vielleicht ein anderer. Fallen aber immer mehr Unternehmen weg,
während gleichzeitig Fahrer fehlen und die Kosten weiter steigen, wird
Transportkapazität knapper und teurer. Diese Kosten landen am Ende bei Handel
und Verbrauchern.
☄️ Genau darin liegt die eigentliche
Gefahr: Eine Pleitewelle im Transportgewerbe bleibt nicht auf das
Transportgewerbe beschränkt. Wenn die Lastwagen nicht mehr fahren, stehen
irgendwann auch keine Waren mehr im Regal.
☝️ Eine funktionierende Logistik ist keine
Nebensache einer Volkswirtschaft. Sie ist Voraussetzung dafür, dass 84
Millionen Menschen täglich versorgt werden können. Wer diese Branche immer
weiter mit Kosten belastet, sollte sich deshalb auch die Frage stellen, was
geschieht, wenn immer mehr Unternehmen irgendwann sagen: Es rechnet sich nicht
mehr.
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Euer ERFRIBENDER

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