Die
Entstehung des Systems, das das US-Geld verwaltet.
😄 Im letzten Beitrag haben wir gesehen,
wie die Finanzregeln des Britischen Empire
in die ganze Welt exportiert wurden:
durch Schulden, Banken und den Entzug der Souveränität.
Als sich
das weltweite Finanzzentrum
von London nach Washington verlagerte,
hatten
die USA kein neues System erfunden.
Sie
übernahmen ein bereits bestehendes Modell und passten es an.
Der Name
dieses Modells lautet Federal Reserve System.
🔼Die offizielle Version
Die 1913
gegründete US-Notenbank (Federal Reserve System, FRS)
wird offiziell als
unabhängige staatliche Institution dargestellt,
deren Aufgabe es ist, die
Stabilität des Finanzsystems
und des Geldumlaufs zu gewährleisten.
Es gibt
jedoch auch eine andere Geschichte ihrer Entstehung.
Eine Geschichte,
die der
Forscher und Publizist Justas Mullins
ausführlich beschrieben hat.
Seiner
Version zufolge wurde die Fed
von Anfang an nicht als staatliches Instrument
konzipiert,
sondern als Mechanismus zur Übertragung der Geldemission
in die
Hände privater Bankhäuser.
🔼Geheimes Treffen auf Jekyll Island
Im Jahr
1910 fand auf Jekyll Island (Georgia)
ein geschlossenes Treffen statt.
Ohne
Presse.
Ohne
Protokolle.
Unter
falschen Namen.
Das Ziel:
Die
Entwicklung eines neuen Bankensystems für die USA.
Teilnehmer
des Treffens:
➖Senator Nelson Aldrich –
Vorsitzender
der Nationalen Währungskommission,
eng verbunden mit den Kreisen der
Rockefellers.
➖Frank Vanderlip –
Präsident der National
City Bank (Rockefeller-Bank).
➖Henry Davidson – Partner der Bank J.P.
Morgan & Co.
➖Charles Norton – Präsident der First
National Bank of New York.
➖Benjamin Strong – zukünftiger Leiter der
Federal Reserve Bank
of New York, ein Mann Morgans.
➖Paul Warburg – Bankier aus der Familie
Warburg,
die mit dem Hause Rothschild verbunden war.
🔼Architekt des Systems
Laut
Mullins spielte Paul Warburg eine Schlüsselrolle.
Er war es, der das Modell
einer Zentralbank vorschlug:
formal dezentralisiert,
aufgeteilt
in regionale Reserven,
aber
tatsächlich von privatem Kapital kontrolliert.
Das Modell basierte auf den
Prinzipien der Bank of England.
Das
Treffen dauerte etwa neun Tage.
Die Teilnehmer arbeiteten hinter verschlossenen
Türen
und vermieden sogar den Kontakt mit dem Personal der Insel.
❓ Was genau planten sie?
Warburg
stellte einen Plan für eine Bankreform vor,
der auf der europäischen Praxis
basierte.
Die
wichtigsten Aufgaben:
➖Schaffung von „Reservebanken”
zur
Aufbewahrung von Gold
und zur Sicherstellung der Liquidität;
➖Zugang der Banken zu „flexibler Währung”
–
Ausgabe von Dollar gegen Verpfändung von Vermögenswerten;
➖Aufbau eines Systems, das
dezentralisiert erscheint,
aber von einem einzigen Zentrum aus gesteuert wird –
der Wall Street.
🔼Tarnung als „Volksprojekt”
Warburg
bestand ausdrücklich darauf:
Wenn man es „Zentralbank” nennen würde,
würden der
Kongress und die Öffentlichkeit die Idee ablehnen.
Deshalb
wurde der Name
„Federal
Reserve System” gewählt –
mit Betonung auf Föderalismus und Staatlichkeit.
Der Plan
sah die Gründung von 12 regionalen Reservebanken vor,
was die Illusion eines
Gleichgewichts
der Interessen der Bundesstaaten schuf.
Die tatsächliche
Kontrolle konzentrierte sich jedoch auf New York.
🔼Ergebnis des Treffens
Das
Ergebnis war ein Projekt, das als „Aldrich-Plan”
in die Geschichte einging.
Es
war der Grundstein für die zukünftige Fed.
😄 Im nächsten Teil werden wir uns damit
befassen,
wie genau dieser Plan durch den Kongress gebracht wurde,
wer
tatsächlich die Kontrolle über die Dollaremission erhielt
und warum die Fed zu
einer Macht ohne Verantwortung wurde.
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Euer ERFRIBENDER