Heute
lesen Sie:
-Dankbarkeit am Meer: Gedicht von Roland Betz
-Ein Schiff sinkt nicht wegen des Wassers: Gedanken am Meer
-Primošten – die Perle an der dalmatinischen Küste
Viel Lesefreude!
Dankbarkeit
am Meer
So etwas hatte ich noch nie geseh’n,
obwohl die Meereswinde kräftig weh’n.
Sitzt ein kleines Kind im Gummiboot,
kennt keine Angst und keine Not.
Kein weiteres Boot weit und breit,
doch Wellen bringen Unruhe jederzeit.
Im Schutz der Oma fühlt sich der Kleine geborgen,
da mach’ ich mir als stiller Beobachter mehr Sorgen.
Man muss sich wirklich einmal fragen,
ein Kind von vielleicht zweihundertfünfzig Tagen,
besitzt schon so viel Ausdauer und Kraft,
wie es spielend jeden Wellengang schafft.
Es plätschert, lacht und wirft einen Stein,
die Welt kann für ihn nicht schöner sein.
Was für ein Glück, dies mitzuerleben,
was würde der Mann wohl dafür geben.
Der mit Blindenbinde hier wandert am Strand,
vorsichtig tastend Schritt für Schritt durchs Land.
Da wird mir wieder eines klar:
Gesundheit ist das größte Geschenk – Jahr für Jahr.
Drum wollen wir dankbar durchs Leben geh’n,
das Schöne im Alltag bewusst noch seh’n.
Denn oft erkennen wir erst mit der Zeit,
wie kostbar ist Gesundheit und Zufriedenheit.
(Verfasser: Roland Betz)

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Ein
Schiff sinkt nicht wegen des Wassers…
Wenn man am Meer sitzt
und die vorbeiziehenden Boote und Schiffe beobachtet,
dann seinen Blick auf das Schiffswrack wirft,
das am Eingang zur Marina liegt
und vor Jahren untergegangen ist,
weil durch ein Leck Wasser ins Innere
eingedrungen ist,
dann entwickeln sich die Gedanken,
die ich hier
aufgeschrieben und interpretiert habe.
„Ein Schiff sinkt nicht wegen des Wassers,
das es umgibt. Es sinkt erst,
wenn
das Wasser in sein Inneres eindringt.“
Dieser Gedanke erinnert uns daran,
dass auch uns im Leben Stürme,
Sorgen und
Enttäuschungen erreichen.
Entscheidend ist jedoch,
wie wir ihnen begegnen
und wie viel Raum wir ihnen in
unserem Inneren geben.
Auch DAS ZEITFENSTER
möchte diesen Blick bewahren.
Wir verschließen nicht die
Augen vor den Schattenseiten des Lebens.
Aber wir suchen ebenso nach den
Geschichten,
die Mut machen, Hoffnung schenken und zeigen,
dass der Mensch mehr
ist als die Summe seiner Krisen.
Die Welt wird immer Licht und Schatten kennen. Wer nur den Schatten sieht,
verliert die Sonne aus den Augen.
Wer nur die Sonne betrachtet, übersieht die Wirklichkeit.
Lebenskunst bedeutet, beides wahrzunehmen.
Und dennoch den eigenen Kurs zu
halten.
(Gedanken von Roland Betz)
Primošten
– die Perle an der dalmatinischen Küste
Manchmal genügt ein einziger Satz, um die Neugier zu wecken.
„Ihr müsst euch Primošten anschauen“,
empfahl uns unser kroatischer Freund.
„Das ist eine Perle.
Und ich kenne dort außerdem ein Spitzenrestaurant direkt
am Meer.“
Eine Perle? Das wollten wir mit eigenen Augen sehen.
Von unserem Urlaubsort
sind es nur etwa 30 Kilometer bis nach Primošten.
Die
Fahrt entlang der Küste in Heiner‘s Auto
ist bereits ein Erlebnis,
doch was uns
dort erwartete, übertraf unsere Vorstellungen.
Primošten war ursprünglich eine kleine Insel
unmittelbar vor dem Festland.
Eine
Zugbrücke verband einst die Bewohner
mit dem sicheren Ufer.
Später wurde diese
durch einen Damm ersetzt.
Aus dieser Geschichte entstand auch der Name des Ortes:
Das kroatische Verb
primostiti bedeutet „überbrücken“.
Heute präsentiert sich Primošten
als eine der schönsten Kleinstädte Dalmatiens.
Die historische Altstadt erhebt sich auf einer kleinen Halbinsel,
gekrönt von
der Pfarrkirche St. Georg,
die bereits im 15. Jahrhundert errichtet wurde.
Alte
Stadtmauern aus dem 17. Jahrhundert
umschließen noch immer den oberen Teil des
Ortes.
Besonders beeindruckend
ist der Weg hinauf zum besagten Restaurant.
Durch ein
Labyrinth enger Gassen
schlendert man vorbei an traditionellen Steinhäusern,
kleinen Hinterhöfen und liebevoll gepflegten Gärten.
Überall blühen farbenfrohe
Blumen,
die einen reizvollen Kontrast zum hellen Naturstein bilden.
Während unseres Spaziergangs
stellten wir uns eine ganz praktische Frage:
Wie
haben die Menschen früher
all das Baumaterial hier hinaufgebracht?
Mit Schubkarren über die steilen Wege?
Mit Maultieren?
Diese Frage werden wir
bei einem unserer nächsten Besuche
vielleicht noch klären.
Ebenso reizvoll ist die Uferpromenade,
die sich um die Altstadt zieht.
Von hier
aus eröffnen sich immer wieder
herrliche Ausblicke auf das Meer,
die
vorgelagerten Inseln und die zahlreichen Boote,
die sanft in den Wellen
schaukeln.
An mehreren Plätzen
begegnet man den Zeugen der Vergangenheit.
Besonders
auffällig ist die Bauernstatue mit ihrem Esel,
die an das einst einfache Leben
der Menschen erinnert.
Noch bekannter ist die Figur des Fischers mit der Harpune,
„Ribar pod osti“,
die im Meer vor der Altstadt steht.
Das vom akademischen Bildhauer Teo Baučić geschaffene Kunstwerk
ist eine
Hommage an die Fischer,
die über Generationen hinweg
den Lebensunterhalt der
Bewohner sicherten.
Nach Einbruch der Dunkelheit
leuchtet die kleine Laterne am Boot
und verleiht
der Statue eine ganz besondere Ausstrahlung.
Der Höhepunkt unseres Ausflugs
wartete schließlich oberhalb der Altstadt.
Dort
erreichten wir
das von unserem Freund empfohlene Restaurant
mit einem
traumhaften Blick über das Meer
und die Inselwelt der Adria.
Beim gemeinsamen Abendessen
mit unserem Freund Heiner zeigte sich,
dass seine
Empfehlung keineswegs übertrieben war.
Die Küche war ausgezeichnet,
die
Atmosphäre entspannt und der Ausblick schlicht spektakulär.
Dazu kam ein äußerst sympathischer Kellner aus der Schweiz,
der hier die
Sommersaison verbringt
und mit aufmerksamem Service zum gelungenen Abend
beitrug.
Als wir später zurück durch die beleuchteten Gassen schlenderten,
waren wir uns
einig:
Unser Freund hatte recht.
Primošten ist tatsächlich eine Perle.
Wer seinen Urlaub in dieser Region Kroatiens verbringt,
sollte diesem
malerischen Küstenstädtchen
unbedingt einen Besuch abstatten.
Es verbindet
Geschichte, mediterranen Charme,
beeindruckende Ausblicke
und dalmatinische
Gastfreundschaft
auf ganz besondere Weise.
Mit herzlichem Gruß
Roland Betz
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Euer ERFRIBENDER