Sonntag, 28. Juni 2026

Wie wird man zu DEM, DER man ist?

 Wie wird man zu DEM,


DER man ist?

Ja, das ist die Frage aller Fragen….

Sicherlich und unbestritten sind es die Gene der Eltern, die einen Teil unseres späteren Seins ausmachen.

Ein noch größerer, mitentscheidender Faktor, sind die frühen Kindheits-Jahre.

Aber hauptsächlich sind es die Erfahrungen, die daraus zu treffenden Entscheidungen und welchen Weg man aus den mannigfaltigen Möglichkeiten einschlägt.

Denn letztendlich sind es wir allein die bestimmen, Wer warum und Was wir sind!

Warum schreibe ich diese Zeilen? Weil ich nachvollziehen wollte, wie ICH, zu diesem DER ich bin, wurde!

Aufgewachsen in einer Bergarbeiter-Familie mit zwei weitern Geschwistern, Brüder, einer 8 Jahre älter, der Andere 2 Jahre jünger.

Es waren die Nachkriegsjahre und obwohl noch Kind, habe ich dieses Schutt und Asche noch mitbekommen.

Mein Vater ist leider früh verstorben und hat sein Leben lang hart gearbeitet! Der Begriff Urlaub ist im fremd geblieben, da blieben wenn es kein Tauben schicken gab, nur Ausflüge an Sonntagen mit der Straßenbahn, in benachbarte Städte.

Wir sind im Ruhrgebiet aufgewachsen, zu der Zeit hat man Natur und Grün vergeblich gesucht! Ringsum gab es reichlich Trümmerfelder, Bäume eine Ausnahmeerscheinung!

Ja, wir haben auch gespielt, aber Spielzeug bestand nur aus Murmeln oder Selbstgebasteltem!

Aber lasst uns mit der Prägung weiter fortfahren.

Mein Vater war Bergmann, also ein Arbeitnehmer mit einer herausfordernden Beschäftigung, 6 Tage die Woche, in 1000 Meter Tiefe, ohne Tageslicht und körperlich schwerer Arbeit!

Als die BRD gegründet wurde, durfte auch das Volk per Wahl entscheiden, Wer dieses Land regieren sollte!

Mein Vater war getreuer SPD-Wähler, damals auch noch eine Partei, die die Interessen der Arbeitnehmer vertrat!

Auch ich als späterer Arbeitnehmer habe diese Tradition fort gesetzt.

Es gab in dieser Partei auch Personen, zu denen man aufblicken konnte.

Die da waren, Herbert Wehner, Willi Brandt oder Helmut Schmidt!

Dann gab es da noch die Gewerkschaften, die „Vertreter“ der Arbeitnehmer!

Und ja, wir haben einiges auf den Weg gebracht!

5 Tage-Woche, 40 Stunden, Urlaubsgeld, Lohnfortzahlung, bis zur 35 Stunden-Woche.

Ja, wir gingen auf die Straße, gegen Zechen-Schließungen, bessere Entlohnung und auch gegen politische Entscheidungen!

Zu der Zeit gab es auch noch die Unterstützung der Medien!

Es waren die 90er, die bei mir etwas auslösten und ein Umdenken auf den Weg brachten.

Mein letzter Weg an die Wahlurne war zu diesem Zeitpunkt und ich habe tatsächlich meine Stimme den GRÜNEN gegeben!

Auch die Gewerkschaften hatten sich gewandelt. Ich war einige Jahre Gewerkschaftsmitglied, ich war 15 Jahre Betriebsratsvorsitzender!

Habe aber in der Zeit auch bereits erkannt, dass die Vorstellungen der Gewerkschaften, nicht zu jedem Unternehmen passten, oder umzusetzen waren.

Mein Tun in der Zeit war es gewesen, eine gesunde Mischung gegenüber meinem Arbeitgeber, zu finden!

Obwohl noch als Betriebsrat tätig, habe ich die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft, gekündigt!

Zur gleichen Zeit bin ich auch aus der Kirche ausgetreten. Obwohl Protestant, konnte ich diese Glaubensauffassung, nicht mehr akzeptieren!

So richtig wachgerüttelt wurde ich im Jahr 2015 und die Krönung allen Übels fand im Jahr 2020 statt.

Da steh' ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor


Euer ERFRIBENDER





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