Dienstag, 8. September 2026

Die Volksverräter und Massenmörder, möchten die Mehrheit des Volkes, mundtot machen! "Ihre DEMOKRATIE"!!!

 Die 

Volksverräter 

und 

Massenmörder,

 möchten 

die Mehrheit des Volkes, 

mundtot machen! 

"Ihre DEMOKRATIE"!!!

„Das hat öffentlich bisher kein CDU-Mensch gesagt“ – 

Wüst prescht vor beim AfD-Verbotsverfahren 


Hendrik Wüst hat sich nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf einer Berliner Bühne ausführlich zu den Fehlern der CDU und dem Umgang mit der AfD geäußert. Ein mögliches Verbotsverfahren rückt nach diesem Auftritt näher.

„Das hat öffentlich bisher kein CDU-Mensch gesagt“ – Wüst prescht vor beim AfD-Verbotsverfahren© picture alliance/SvenSimon/Malte Ossowski/SVEN SIMON

Ausgerechnet am Montagabend nach der Sachsen-Anhalt-Wahl sitzt Hendrik Wüst auf einer Bühne in Berlin-Mitte. Dort interviewt „Transformationsforscherin“ Maja Göpel den CDU-Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen im Format „Missverstehen Sie mich richtig“ und stellt zwei entscheidende Fragen: Muss Bundeskanzler Friedrich Merz gehen nach der Niederlage in Magdeburg? Und wie hält Wüst es mit einem AfD-Verbot?

Einen Kanzler-Tausch nannte Wüst, der als möglicher Merz-Ersatz gilt, jedoch schnell eine „Scheinlösung“, und ohnehin: „Da möchte uns die AfD jetzt gerade hinhaben, dass wir jetzt über uns reden und miteinander streiten.“ Überraschender fiel allerdings seine AfD-Antwort aus. Erstmals forderte Wüst öffentlich, einen ersten konkreten Schritt zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren zu machen: Er fordert, eine „Arbeitsgruppe“ einzusetzen. „Nicht mit dem politisch vorher festgelegten Ziel, ihr müsst jetzt ein Verbot prüfen, sondern diese Partei zu prüfen und die etwaigen Rechtsfolgen. Das kann ein Verbot sein, das kann auch etwas anderes sein“, so Wüst.

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Die Brisanz der Aussage verstanden weite Teile des Publikums offenkundig nicht. Das Haus ist ausverkauft, die Ränge voll, aus denen nach diesen Sätzen empörte Zwischenrufe folgten mit dem Vorwurf: Das sei zu langsam, Wüst wolle das AfD-Problem doch bloß in einen Arbeitskreis vertagen. Aber es geht um mehr. Was Wüst meint: Er will eine formelle AG, die alles Material zusammenträgt, das für ein erfolgreiches Verbotsverfahren vor dem Verfassungsgericht spricht. Nur mit einem Arbeitsgruppenergebnis in der Hinterhand, das für ein erfolgreiches Verbotsverfahren spräche, würde ein Ministerpräsident wie Wüst ein Verfahren in Karlsruhe im Bundesrat zur Abstimmung stellen. Die Länderkammer ist eines von drei Gremien, die ein Verbotsverfahren bei den obersten Richtern beantragen kann. Die Vorarbeit einer Arbeitsgruppe gilt als entscheidend für den Ausgang. 

Wüst unterstreicht den Nachrichtenwert einer solchen Forderung aus CDU-Reihen selbst: „Ich habe heute etwas gesagt, das hat öffentlich bisher, glaube ich, kein CDU-Mensch gesagt: dass ich dafür bin, diese Arbeitsgruppe einzusetzen, die diese Arbeit dann leistet.“

Er argumentiert: Würde eine Prüfung ergeben, dass die AfD aufgrund von Verfassungswidrigkeit verboten werden könnte, sei das für ihn ein „Handlungsbefehl, diese Verfassung zu schützen“. Also: einen Verbotsantrag zu stellen. Den Punkt macht er mehrfach. „Wenn nach einer Prüfung auf dem Tisch liegt: Diese Partei kann verboten werden“, so der MP, „dann ist dieses Verbotsverfahren anzustrengen. Für mich ist das relativ klar. Aber Schrittchen für Schrittchen.“ Ein Parteiverbot, betont Wüst auch, sei keine „Haltungsfrage“, sondern die eines „Prüfkatalogs“, den die Urteile aus den NPD-Verbotsverfahren bildeten.

Ein Antrag müsse „niet- und nagelfest“ sein

Wüst sagte in der Vergangenheit über die AfD: „Wenn die prägende Figur einer Partei ein Nazi ist, ist es eine Nazipartei.“ Wüst meinte damals den Rechtsextremisten Björn Höcke. Der MP dürfte also eine klare Vorstellung vom Ausgang eines Prüfverfahrens haben.

Bislang hatte er öffentlich nur stets betont, etwa gegenüber dem WDR, dass ein Parteiverbot nur dann in Betracht komme, wenn eindeutig feststehe, dass eine Partei die freiheitliche demokratische Grundordnung aktiv bekämpfe. Ein Antrag müsse „niet- und nagelfest“ sein. Nun geht er weiter, doch das Publikum scheint skeptisch: Ein breitbeiniges Bekenntnis zu oder eine Forderung nach einem AfD-Verbot, wie linke Politiker sie oft abgeben, lieferte Wüst nicht. Sondern: Er fordert vehement die Prüfung.

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Im Gegenteil, meint Wüst: Wer laut und applausheischend ein Verbot fordert, sagt er sinngemäß, zumal vor den weiter anstehenden Ostwahlen, leiste nur der AfD Vorschub oder inszeniere sich eigennützig als demokratischer Saubermann. „Die Länder, die müssen nachher im Bundesrat dieses Ding beschließen und auch die Verantwortung dafür tragen, wenn das schlampig vorbereitet ist“ und es „schiefgeht“, mahnte Wüst. „Und wenn dann diese Partei das Prüfsiegel hat ‚für verfassungsgemäß befunden vom Bundesverfassungsgericht‘ – dann will ich mal alle sehen, die heute sagen: ‚Mach doch mal schnell, mach' doch mal! Bist wohl kein sauberer Demokrat‘.“

In diesem leicht ätzenden Anklageton erinnerte Wüst an Merz, gab sich ansonsten aber den Rest des Abends über tiefenentspannt, nachdenklich, als Versöhner von Marktwirtschaft und Schöpfungsbewahrung, als Zuhörer. Man könnte ihn leicht als Anti-Merz beschreiben, etwa wenn er vorträgt: Die Reformen der sozialen Sicherungssysteme sollte man nicht mit „kühler Arithmetik“ begründen. Merz begründete vor nicht allzu langer Zeit seine Rentenpolitik mit „Demografie und Mathematik“.

Und Wüst sagte auch: „Wenn man sich jetzt mal anschaut, wie schafft man beispielsweise in großen Unternehmen Veränderungen hinzukriegen: Dann würde niemand sagen ‚Ich schnall den Gürtel enger und das wird allen wehtun.‘“ Eher würde man, so Wüst, „sehr professionell das Zielbild der Firma beschreiben, wo man hinwill.“

Ein Antipode zum Bundeskanzler

Der MP wendet diese Spitzen aber ostentativ nicht auf Merz, sondern auf sich selbst oder gleich die gesamte politische Klasse: „In der Politik haben wir diese Art der grundlegenden Kommunikation und der Zielbeschreibung in einem Veränderungsprozess überhaupt nicht drauf“, sagt er dazu etwa. Merz lobt er auch explizit: „Dass dieser Kanzler sich den Allerwertesten aufreißt, um Europa zusammenzuhalten – das wird wohl keiner bestreiten.“

Wüst ist aber schon allein wegen seines Erfolges ein Antipode zum Bundeskanzler: Merz steht ganz unten im Beliebtheitsranking, Wüst führt es aufseiten der Unionspolitiker an. Merz‘ Regierungskoalition verliert massiv in Umfragen, Wüsts schwarz-grünes Bündnis in Düsseldorf hat trotz der schwierigen Gemengelage weiterhin eine Umfragemehrheit. Vielleicht in Richtung all jener, die Koalitionsregierungen überhaupt verdächtigen dieser Tage und „CDU pur“ fordern, beschwört er am Montagabend diese Koalition als Erfolgsmodell, etwa in der Energiepolitik. Sie ruhe auf guten Koalitionsverhandlungen: „Es gibt da keine Scheinkompromisse, es gibt keine versteckten Dissense. Wir haben da wirklich jede Zeile, jeden Buchstaben ausgeleuchtet.“ Von Schwarz-Rot, das muss Wüst nicht eigens erwähnen, kann man das kaum behaupten.

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Dennoch: Auch in Wüsts Heimat wächst die Zustimmung zur AfD. Am Montagabend in Berlin teilt er denn auch einige Gedanken dazu, was CDU-Politiker wie er dagegen tun könnten. Seine Ausführungen dazu beginnen im Schatten der Plattenbauten von Halle-Neustadt. Dort war auch er im Sachsen-Anhalt-Wahlkampf unterwegs. Im AfD-Klientel dort seien ihm weniger Sorgen vor Sozialreformen und vielmehr Klagen über deutsches Geld für „fremde Kriege und Radwege in Peru“ begegnet. Das zeige ihm, wie „erfolgreich die AfD war, ihre Gedanken in die Köpfe der Menschen zu pflanzen“.

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Was nun tun mit diesen Menschen? „Schieben wir die nach dem ersten Halbsatz schon zur Seite, weil wir sagen, also pass mal auf, das ist unwissenschaftlich“, setzt Wüst an, um sich selbst zu antworten: „Ich muss ja erst mal die Menschen nehmen, wie sie sind.“ Man müsse ihnen, auch gegen deren Eindruck einer sich verengenden Meinungstoleranz, „das Gefühl geben: Sag’, was dich antreibt, sag’, was dich umtreibt, sag’, was dir querliegt. Denn anders kommen wir nicht wieder ins Gespräch.“

So denken Wüst und Göpel eine Weile abwechselnd über die Folgen des AfD-Erdrutsch-Siegs am Sonntag nach. Auch Volksentscheide nach Schweizer Vorbild bringt Wüst dabei irgendwann ins Spiel und spricht von einer möglichen „Neuverteilung zwischen repräsentativer Demokratie und plebiszitären Elementen.“ Sein Gedankenprozess ist nicht abgeschlossen: „An Tag eins“ – er meint nach der Sachsen-Anhalt-Wahl – „sind wir einfach noch nicht so weit“, sagt Wüst. Und gibt zu: Es stimme ja, die CDU hätte auch vor dem Debakel vom Sonntag anfangen können, über mögliche Konsequenzen nachzudenken. „Haben wir auch. Aber wir haben offensichtlich nicht die richtigen Gedanken gehabt.“

Euer ERFRIBENDER

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