Aufräumen des Spielfelds:
Wie
Investmentfonds
nach
Kriegen
ganze Länder aufkaufen
In den ersten beiden Beiträgen haben wir untersucht,
wie der Förderband-Mechanismus
bei Rüstungsaufträgen funktioniert
und warum der Staat
stets die Verluste des Krieges trägt,
während "die Wirtschaft"
die Gewinne einsteckt.
❓Was passiert, wenn die Kampfhandlungen
endlich zu Ende sind?
❗️ Es beginnt die dritte Phase des
Globalismus – die Aufräumphase und die Übernahme von Vermögenswerten.
🟥Für transnationale Fonds ist Krieg keine
Tragödie. Aus der Perspektive des zynischen Geschäftslebens ist Krieg ein
ideales Instrument des "Krisenmanagements", das den Wert aller
Vermögenswerte innerhalb eines Landes auf null drückt.
❓ Warum sollte man strategisch wichtige
Fabriken, Häfen oder Grundstücke für Milliarden Dollar kaufen, wenn man sie
nach einem groß angelegten Konflikt und der damit einhergehenden Verwüstung für
einen Spottpreis ergattern kann?
❗️ So funktioniert diese wirtschaftliche
Würgeschlinge, die aus drei Schritten besteht.
🔼Schritt 1: Eine Schuld, die unmöglich
zurückgezahlt werden kann
🟥Wenn ein Konflikt endet oder in eine
Pattsituation übergeht, steht der Staat vor dem Ruin. Die Wirtschaft ist
zerstört, die Industrie steht still, die Staatskasse ist leer, und die sozialen
Verpflichtungen gegenüber den Bürgern (Renten, Gesundheitsversorgung,
Sozialleistungen) müssen erfüllt werden.
Das Land ist gezwungen, um Rettungsgelder zu bitten.
🟥Und hier kommen internationale
Institutionen – der IWF (Internationaler Währungsfonds) und die Weltbank –
"zur Hilfe". Sie gewähren Kredite, aber nicht einfach so, sondern
unter strengen Auflagen.
🔼Schritt 2: "Reformen" nach
Vorgabe
🟥Die Bedingungen des IWF sind seit 40
Jahren für alle Länder gleich. Man nennt sie "Strukturreformen", doch
in Wirklichkeit handelt es sich um eine wirtschaftliche Kapitulation.
➖Totale Privatisierung: Der Staat ist
verpflichtet, alle noch intakten staatlichen Unternehmen, Häfen, Eisenbahnen
und Energienetze zu verkaufen.
➖Marktöffnung: Aufhebung jeglicher
Verbote für den Verkauf strategischer Ressourcen, einschließlich der Öffnung
des Grundstücksmarktes für ausländische Käufer.
➖Kürzung der Sozialausgaben: Um seine
Schulden zu begleichen, muss der Staat auf Kosten seiner eigenen Bürger sparen.
(Kommt einem irgendwie bekannt vor nicht war, wenn man an die Geschehnisse nach
der Annektion der DDR denkt?)
🔼Schritt 3: Der Einzug der
"Raubtiere"
🟥Wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen
geschaffen sind und die Preise für Vermögenswerte auf einen Tiefpunkt gefallen
sind, treten Giganten wie BlackRock auf den Plan.
🟥Sie treten elegant in Erscheinung –
unter den Parolen "Gründung von Wiederaufbaufonds" und
"Gewinnung privater Investitionen für den Wiederaufbau des Landes".
🟥Sie unterzeichnen Vereinbarungen mit der
Regierung und erhalten die Kontrolle über Schlüsselsektoren der Wirtschaft.
🟥Unter dem Deckmantel der Hilfe beim
Wiederaufbau der Infrastruktur kauft das transnationale Kapital zu Spottpreisen
auf.
➖Millionen Hektar fruchtbares Land
(Schwarzerde).
➖Logistikknotenpunkte und Häfen.
➖Energie- und Versorgungsunternehmen.
🔼Das Ergebnis des "Spiels"
🟥Viele glauben, dass die Souveränität
eines Landes durch die Flagge und die Armee verteidigt wird. Doch im 21.
Jahrhundert gehört die wahre Souveränität demjenigen, der den Bilanzwert dieses
Landes besitzt.
🟥Infolge des neoliberalen Kreislaufs
verwandelt sich der Staat, der Hunderte von Milliarden für den Krieg
verschuldet hat, in eine leere Hülle.
🟥Land, Bodenschätze, Straßen und Fabriken
gehören nun einer fiktiven Firma wie Vanguard oder BlackRock. Das Land wird von
den Konzernen ohne einen einzigen Schuss verschlungen.
😊 ABONNIERE:
Euer ERFRIBENDER

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