Das Phoebus-Kartell:
Wie Konzerne
die Lebensdauer von Glühlampen absichtlich verkürzten
Im Dezember 1924 gründeten führende Glühlampenhersteller,
darunter Osram und Philips,
in Genf das sogenannte Phoebus-Kartell.
Ziel war die Kontrolle
des internationalen Glühlampenmarktes –
einschließlich einer künstlichen Begrenzung
der Lebensdauer ihrer Produkte.
Während Glühlampen zuvor üblicherweise
1.500 bis 2.500 Stunden hielten,
einigten sich die Hersteller 1925 auf
eine standardisierte Lebensdauer
von nur
noch 1.000 Stunden.
Die Einhaltung wurde streng überwacht.
Die Unternehmen mussten regelmäßig Glühlampen
an ein zentrales Prüflabor in der Schweiz schicken.
Wichen deren Brenndauern von den Vorgaben ab,
drohten Vertragsstrafen –
auch dann, wenn die
Lampen zu lange hielten.
Der Plan funktionierte:
Zwischen 1926 und 1933/34
sank die durchschnittliche Lebensdauer
der geprüften Glühlampen von 1.800 auf 1.205 Stunden.
Eine
Verkürzung um rund ein Drittel.
Für die Hersteller bedeutete dies
mehr verkaufte Glühlampen und höhere Gewinne.
Die Verbraucher mussten dagegen häufiger Ersatz kaufen.
Der Fall gilt heute
als eines der bekanntesten
historisch dokumentierten Beispiele
für geplante Obsoleszenz –
die bewusste Verkürzung der Lebensdauer
von Produkten aus wirtschaftlichen Interessen.
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Euer ERFRIBENDER
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