Freitag, 30. Oktober 2026

Das Phoebus-Kartell:

 Das Phoebus-Kartell: 

Wie Konzerne 

die Lebensdauer von Glühlampen absichtlich verkürzten

Im Dezember 1924 gründeten führende Glühlampenhersteller, 

darunter Osram und Philips, 

in Genf das sogenannte Phoebus-Kartell. 

Ziel war die Kontrolle 

des internationalen Glühlampenmarktes – 

einschließlich einer künstlichen Begrenzung 

der Lebensdauer ihrer Produkte.

Während Glühlampen zuvor üblicherweise 

1.500 bis 2.500 Stunden hielten, 

einigten sich die Hersteller 1925 auf 

eine standardisierte Lebensdauer 

von nur noch 1.000 Stunden.

Die Einhaltung wurde streng überwacht. 

Die Unternehmen mussten regelmäßig Glühlampen 

an ein zentrales Prüflabor in der Schweiz schicken. 

Wichen deren Brenndauern von den Vorgaben ab, 

drohten Vertragsstrafen – 

auch dann, wenn die Lampen zu lange hielten.

Der Plan funktionierte: 

Zwischen 1926 und 1933/34 

sank die durchschnittliche Lebensdauer 

der geprüften Glühlampen von 1.800 auf 1.205 Stunden. 

Eine Verkürzung um rund ein Drittel.

Für die Hersteller bedeutete dies 

mehr verkaufte Glühlampen und höhere Gewinne. 

Die Verbraucher mussten dagegen häufiger Ersatz kaufen.

Der Fall gilt heute 

als eines der bekanntesten 

historisch dokumentierten Beispiele 

für geplante Obsoleszenz – 

die bewusste Verkürzung der Lebensdauer 

von Produkten aus wirtschaftlichen Interessen.

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Euer ERFRIBENDER

 



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