Stellen
Sie sich folgendes Bild vor.
Auf der
einen Seite: Gigafabriken, Roboter, neuronale Netze
und Biotechnologien.
Die
gesamte Weltindustrie produziert jährlich
Waren und Dienstleistungen im Wert
von mehreren zehn Billionen Dollar.
Wir produzieren so viel Nahrung,
dass wir
theoretisch
mehr als 10 Milliarden Menschen ernähren könnten.
Nie zuvor in der
Geschichte der Menschheit
gab es solche Instrumente für allgemeinen Wohlstand.
Auf der
anderen Seite:
ein Mensch, der 40 Stunden pro Woche an einer Maschine steht
oder einen Lkw fährt.
Und drei Tage nach dem Gehaltseingang
ist sein Geld
wieder aufgebraucht.
Rohstoffreiche
Länder zahlen seit Jahrzehnten
Zinsen für ihre Schulden
und können keine
normalen Straßen bauen.
Ein alter
Mann, der sein ganzes Leben lang gearbeitet hat,
hat Angst, seine Stromrechnung
zu öffnen.
Das sind
nicht zwei verschiedene Welten.
Es ist
dieselbe Welt.
Unsere
Welt.
Die erste
und unangenehmste Frage:
Warum führt ein beispielloser Produktivitätsanstieg
nicht zu einem entsprechenden Anstieg des Wohlstands
für die Mehrheit?
Warum
verschärft der technische Fortschritt,
anstatt das Leben zu erleichtern,
oft
nur den Kampf ums Überleben?
🔼Die üblichen Antworten sind uns bekannt:
„Er hat
sich nicht genug angestrengt“
„Er hatte
Pech“
„Die
wirtschaftliche Lage ist so“
„Es gibt
eine Krise“
Diese
Antworten trösten, weil sie Ungerechtigkeit als Zufall erklären.
Aber was, wenn
wir genauer hinschauen?
Was, wenn
es sich nicht um einen Fehler handelt,
sondern um eine Gesetzmäßigkeit?
Nicht um
einen Bug, sondern um eine Funktion des Systems?
🔼Es gibt einen grundlegenden Widerspruch:
🔹Der Fortschritt entwertet die Arbeit.
Je
effizienter die Technologien sind,
desto weniger menschliche Arbeitszeit ist
erforderlich,
um denselben Wert zu schaffen.
Das sollte eigentlich ein Segen
sein,
aber in unserem System führt es oft zu stagnierenden Löhnen,
Outsourcing
und einem Gefühl der Überflüssigkeit.
🔹Das Kapital arbeitet rund um die Uhr für
den Eigentümer.
Aktien, Anleihen und Einlagen bringen Zinsen ein,
die durch die
Arbeit anderer
irgendwo am anderen Ende der Welt erwirtschaftet werden.
Während
der Krise 2020,
als Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verloren,
wuchs das
Vermögen der Milliardäre weltweit um Billionen.
🔹Die Spielregeln werden von denen
geschrieben,
die bereits gewonnen haben.
Das wichtigste Privileg ist nicht die
Menge an Geld,
sondern die Möglichkeit, die Regeln
für dessen Schaffung und
Verteilung festzulegen.
Kann Ihr Land Geld drucken, um seine Schulden zu
begleichen,
ohne dabei eine enorme Inflation zu verursachen?
Nein. Aber einige
können es.
Das ist
keine Verschwörungstheorie.
Das ist
Mechanik.
Und diese
Mechanik hat eine Geschichte,
Daten, Dokumente und Namen.
In dieser
Serie werden wir nicht
nach Schuldigen suchen oder in Verzweiflung verfallen.
Wir werden etwas anderes tun:
Wir werden die Finanzwelt als ein
Ingenieursprojekt betrachten.
🔼Wir werden analysieren, wie und wann:
➖Geld sich von einem Tauschmittel
zu
einer eigenständigen Ware entwickelt hat.
➖Schulden von einer vorübergehenden
Notwendigkeit
zu einem permanenten Steuerungsinstrument wurden.
➖Eine Kluft entstand zwischen denen,
die
Geld schaffen, und denen,
die es nach den bestehenden Regeln verdienen müssen.
Es
bildete sich eine globale Hierarchie,
in der einige Länder nach ihren eigenen
Regeln leben,
während andere nach den für sie geschriebenen Regeln leben.
Dieser
Zyklus ist nichts für Ökonomen.
Er ist für alle, die spüren,
dass sich hinter
den Zahlen des BIP-Wachstums
und den Börsencharts eine andere Realität
verbirgt.
Eine Realität, in der wichtige Entscheidungen
nicht auf
Regierungsebene getroffen werden,
sondern auf der Ebene von Zentralbanken,
Fonds und Finanzinstituten, die niemandem unterstehen.
Das
Verständnis des Systems macht es nicht gerecht,
aber es nimmt ihm die Macht,
uns unwissend zu halten.
Und wenn
die Illusionen verschwinden,
besteht die Möglichkeit, die wahren Hebel zu sehen
–
und vielleicht eines Tages nach ihnen zu greifen.
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Euer ERFRIBENDER