Warum die
USA Geld drucken
und die ganze Welt dafür bezahlt
Wie wir
uns erinnern, weigerten sich die USA 1971,
den Dollar gegen Gold einzutauschen.
Das Geld verlor seine reale Deckung.
Dies
schwächte den Dollar jedoch nicht.
Im Gegenteil – es war der Beginn eines
neuen,
für die USA viel profitableren Spiels.
Seit 1974
ist die Hauptdeckung des Dollars Öl,
das ausschließlich gegen amerikanische
Währung verkauft wird.
Jedes Land der Welt benötigt täglich Dollar,
um
Energieressourcen zu kaufen.
Dies schuf eine ewige und künstliche Nachfrage.
Mit
dieser ungebrochenen Nachfrage erhielten die USA
eine einzigartige Möglichkeit
–
Dollar zu drucken,
fast ohne interne Konsequenzen für sich selbst.
🔼Wie funktioniert das?
Der Mechanismus in
wenigen Worten:
Die USA
stehen vor einer Krise (wie 2008 oder 2020).
Um ihre Wirtschaft anzukurbeln,
schaltet die Fed die Notenpresse ein
und pumpt Billionen von Dollar in das
System,
um Banken, Unternehmen und die Verbrauchernachfrage zu retten.
Innerhalb
der USA:
Ein Teil
des neuen Geldes
führt zu einem Anstieg der Preise (Inflation),
der jedoch
nicht kritisch ist.
Außerhalb
der USA:
Ein
riesiger Geldstrom fließt in die Weltwirtschaft.
Mit diesem neu geschaffenen
Geld
werden reale Vermögenswerte gekauft –
Rohstoffe, Aktien, Immobilien in
anderen Ländern –
wodurch dort die Preise
für fast alles in die Höhe getrieben
werden.
🔼Der wichtigste Hebel: die Fed und der
Zinssatz
Die Fed
ist das Herzstück des Systems.
Wenn sie beginnt, ihre Inflation zu bekämpfen,
erhöht sie die Zinssätze,
wie es in den Jahren 2022–2023 der Fall war.
Dies
macht den Dollar für Investoren noch attraktiver.
Was
passiert in der Welt:
➖Der Dollar wird stark teurer, die
Währungen anderer Länder fallen.
➖Länder, die Öl, Gas und Lebensmittel in
Dollar importieren, spüren sofort einen Preisanstieg.
➖Um den Verfall ihrer Währung zu stoppen
und die Importinflation einzudämmen,
sind die Zentralbanken gezwungen,
der
Politik der Fed zu folgen und ebenfalls die Zinsen anzuheben –
auch wenn ihre
eigene Wirtschaft dafür noch nicht bereit ist
und Gefahr läuft, in eine
Rezession zu geraten.
➖Länder mit Schulden in Dollar geraten in
eine Falle:
Ihre Währung verliert an Wert
und die Schuldenlast wird
unerträglich.
Beispiele
aus der jüngeren Vergangenheit:
➖Im Jahr 2022 begann die Fed, die Zinsen
drastisch anzuheben.
Viele Zentralbanken anderer Länder sahen sich gezwungen,
diesem Beispiel zu folgen.
➖Japan führte zum ersten Mal seit 24
Jahren
eine Währungsintervention durch, um den Yen zu stützen.
🔼Bezahlt die USA für ihre Politik? Nein,
andere bezahlen dafür.
Die USA
sind eine Konsumwirtschaft mit einer Weltreservewährung.
Das verschafft ihnen
einen einzigartigen Vorteil.
➖Wenn die USA Geld drucken,
verliert ihre
Währung langsamer an Wert
als die Währungen anderer Länder,
und der reale Wert
ihrer Schulden
(Staatsverschuldung von über 37 Billionen Dollar)
wird durch die
Inflation praktisch aufgezehrt.
➖Wenn die Fed die Zinsen erhöht,
trägt
die ganze Welt die Kosten für die Stabilität des Dollars.
🔼Fazit:
Warum Inflation zu einem globalen
Problem geworden ist
Weil das
moderne Finanzsystem wie eine Pyramide aufgebaut ist,
an deren Spitze der
Dollar steht.
Der
Dollar ist nicht nur die Währung der USA.
Er ist das Lebenselixier der
Weltwirtschaft.
Wenn die
Fed die Druckerpresse anwirft oder den Zinshebel betätigt,
fließt dieses Blut
entweder in die ganze Welt
und verursacht Inflationsblasen oder wird
zurückgepumpt
und verursacht Währungskrisen
und Schuldenprobleme bei anderen.
Die
Antwort auf die Frage in der Überschrift ist einfach:
Die ganze Welt zahlt,
weil sie keine andere Wahl hat.
Sich vom
Dollar abzuwenden bedeutet,
aus dem Welthandel auszusteigen.
Sich der
Politik der Fed zu unterwerfen bedeutet,
Wirtschaftswachstum und Souveränität
zu opfern.
Aber die
Geschichte zeigt:
Kein Monopol ist ewig.
Die Welt bewegt sich langsam,
durch
Krisen und Widerstand, in Richtung Multipolarität.
❗️Die Geschichte zeigt aber auch:
Der
Mechanismus lebt weiter...
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Euer ERFRIBENDER