Glaube oder Versteckspiel?
Ich habe
nichts gegen Glauben. Wirklich nicht.
Aber ich habe etwas gegen das, was viele daraus machen.
Wenn Glaube dazu benutzt wird, Verantwortung abzugeben,
wenn Menschen glauben, sie könnten handeln wie sie wollen – und sich danach
einfach „reinwaschen“ – dann ist das kein Glaube. Das ist Selbsttäuschung.
Und ja, ich spreche das bewusst an:
In kirchlichen Strukturen gibt es Menschen, die sich hinter ihrer Rolle
verstecken.
Als wäre ein Titel wie „Priester“ oder „Pfarrer“
ein Schutzschild vor Konsequenzen.
Aber Wahrheit interessiert sich nicht für Titel.
Und Integrität lässt sich nicht predigen – nur leben.
Du kannst nicht sagen:
„Ich vertraue Gott“
und gleichzeitig voller Angst, Kontrolle und Ausreden sein.
Du kannst nicht von Vergebung sprechen,
ohne Verantwortung zu übernehmen.
Und du kannst dich nicht „spirituell“ nennen,
wenn du die Realität vermeidest.
Vielleicht ist Glaube nicht das Problem.
Vielleicht ist es der ungeprüfte Glaube.
Der, der nicht hinterfragt.
Der, der bequem ist.
Der, der dich klein hält, statt dich wachsen zu lassen.
Echter Glaube fordert dich heraus.
Er zwingt dich hinzusehen.
Er nimmt dir nichts ab – er fordert alles von dir.
Also stell dir eine ehrliche Frage:
Nutze ich meinen Glauben, um zu wachsen –
oder um mich zu verstecken?
Denn am Ende geht es nicht darum, woran du glaubst.
Sondern wofür du wirklich stehst.
Euer ERFRIBENDER

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen