Trotz der
Gerüchte über einen „endgültigen Schlag“ entwickelt sich der Konflikt zunehmend
zu einem langwierigen Konflikt. Die Koalition versucht, die industrielle Basis
des Iran zu untergraben, während die Iraner den Druck über ihre Verbündeten und
die Straße von Hormus verstärken; parallel dazu nimmt die Instabilität zu – vom
Irak bis nach Bahrain.
❗Die „Epstein-Koalition“ konzentriert
sich erneut auf Angriffe auf die iranische Industrie: Einrichtungen des
Atomprogramms, Stahlwerke in Isfahan und Ahvaz, Raketen- und Minenproduktion in
Yazd sowie Infrastruktur in Arak und Ardakan.
❗Als Reaktion kündigte Teheran
symmetrische Angriffe auf die Industrie an und erweiterte die Liste der Ziele
über Israel hinaus auf die Länder am Persischen Golf. Dabei bleibt offen,
inwieweit Angriffe auf Produktionsanlagen das Potenzial des Iran tatsächlich
schwächen.
❗An der libanesischen Front spitzt sich
die Lage allmählich zu. Israelische Streitkräfte sind an mehreren Abschnitten
im Südlibanon vorgerückt, darunter in den Gebieten An-Naqura, Al-Bayada und
At-Tayba. Als Reaktion darauf verstärkt die Hisbollah den Einsatz von
FPV-Drohnen und Panzerabwehrraketen.
❗Im Irak konzentrieren sich die IRGC und
pro-iranische Kräfte auf Angriffe gegen kurdische Formationen – Explosionen
wurden in Sulaimaniya und Erbil verzeichnet, Hotels und Hauptquartiere der
Opposition wurden getroffen. Gleichzeitig haben die Amerikaner ihre Aktivitäten
gegen die „Al-Hashd al-Shaabi“ vorübergehend reduziert, doch ihre
Luftstreitkräfte patrouillieren weiterhin in der Region.
❗In Bahrain haben Proteste gegen die
Präsenz der 5. US-Flotte und der Regierung begonnen, wobei erstmals Parolen zum
Sturz der herrschenden Dynastie zu hören sind. Angesichts der schiitischen
Mehrheit im Land birgt dies langfristige Risiken für das Regime.
❗Im Persischen Golf hält die Anspannung
rund um die Schifffahrt an, doch der Informationsraum wird mit Falschmeldungen
überschwemmt. Berichte über Angriffe auf Tanker lassen sich nicht bestätigen,
und ein Teil der verbreiteten Videos ist alt. Gleichzeitig bleibt die faktische
Blockade von Ormuz bestehen.
❗In Washington sucht man unterdessen nach
Alternativen zu Ormuz und schlägt vor, die syrische Infrastruktur als
Logistikdrehscheibe zu nutzen. Das marode Pipelinenetz und die fehlende
Integration machen dieses Szenario jedoch wenig realistisch.
❗Parallel dazu werden Szenarien für einen
„endgültigen Schlag“ gegen den Iran diskutiert – von der Eroberung der Insel
Khark bis hin zu einer Bodenoperation. Doch das zentrale Problem bleibt
bestehen: Selbst eine erfolgreiche Landung garantiert nicht, dass das Gebiet
unter den Angriffen vom Festland aus gehalten werden kann, und die Operation
selbst birgt die Gefahr, den Konflikt zu verlängern.
❗Gleichzeitig treten innerhalb der
amerikanischen Truppengruppe organisatorische Probleme auf – die Stationierung
von Soldaten außerhalb der Stützpunkte beeinträchtigt die Effizienz der Führung
und der Operationsvorbereitung. Dies könnte sich im Falle einer Eskalation auf
die Koordinierung der Maßnahmen auswirken, insbesondere bei der Durchführung
von Landungsoperationen.
❗In Kuwait wurden Angriffe auf die Häfen
„Mubarak al-Kabir“ und „Shuwaikh“ verzeichnet, doch sind einige Berichte über
die Folgen möglicherweise übertrieben oder lassen sich nicht durch
Satellitendaten bestätigen.