✉️Der Brief
Der Brief
kam pünktlich mit der Post,
ganz schlicht, um nachzufragen,
ob er bereit sei für den Staat,
die Uniform zu tragen.
Zehn Tage achtzehn Jahre alt,
soll er sein junges Leben
verpfänden für die Mächtigen,
die keinen Deut drauf geben.
Es gäbe einen „stolzen Sold
und reichlich Abenteuer“.
Doch stand im Brief kein einz’ges Wort
vom Tod im Schützenfeuer.
Ich sitze hier und glaub es kaum.
Wie können sie es wagen,
dem Kind, das nicht das ihre ist,
solch Frage anzutragen?
Mein Sohn doch sprach mit stolzem Blick
„Mags denen auch missfallen:
Ich tauge nicht zum Untertan
und auch nicht zum Vasallen!“
©️ Anja Buschner
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Euer ERFRIBENDER
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