OK...
möglicherweise
ist es derzeit etwas zu warm,
doch
für das Öffnen des Zeitfensters,
müsste es erträglich sein!
Ich spreche „normal“
Manchmal sind es die kleinen Begegnungen des Alltags,
Manchmal sind es die kleinen Begegnungen des Alltags,
die einem lange in
Erinnerung bleiben.
Bei meinem Spaziergang entlang der Marina kam mir ein kleiner Knirps entgegen, vielleicht drei Jahre alt. Die Eltern folgten einige Meter dahinter, während er die Welt bereits auf eigene Faust zu erkunden schien.
„Hallo“, sagte ich zu dem kleinen Erdenbürger.
Keine
Antwort.
Also fragte ich neugierig:
„Was sprichst du denn für eine Sprache?“
Die Antwort kam prompt und ohne jedes Zögern:
„Normal.“
Ich musste schmunzeln und fragte nach: „Sprichst du Deutsch?“
„Normal.“
„Oder Englisch? Kroatisch?“
Wieder dieselbe Antwort, mit bemerkenswerter Überzeugung:
„Normal.“
Seine Standfestigkeit war beeindruckend.
In seiner Welt gab es offenbar gar
keinen Grund,
zwischen Sprachen zu unterscheiden.
Er sprach eben „normal“.
Inzwischen hatten auch die Eltern
unsere kleine Unterhaltung mitbekommen.
Gemeinsam lachten wir herzlich
über dieses ebenso einfache wie entwaffnende
Gespräch.
Und wie es der Zufall wollte,
stellte sich heraus,
dass die Familie aus Ansbach
in Franken stammte.
Aus dem kurzen Wortwechsel entwickelte
sich eine längere
Unterhaltung,
die weit über das „Normale“ hinausging.
Schließlich durfte ich
sogar ihr schönes Boot besichtigen,
das hier in der kroatischen Marina seinen
Liegeplatz hat.
So bleibt mir von diesem Tag
nicht nur die Erinnerung an ein schönes Boot,
sondern vor allem an einen kleinen Philosophen,
der mir gezeigt hat,
wie
unkompliziert die Welt manchmal sein kann.
Denn vielleicht sprechen wir am Ende alle dieselbe Sprache –
ganz einfach
„normal“.
Mit freundlichem Gruß
Roland Betz




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